Elias Wick
Holzbildhauerei

ÜBER MICH

Das Schnitzen hat für mich eine ambivalente Bedeutung: Einerseits treibt mich die kreative Auseinandersetzung mit dem natürlichen Werkstoff Holz an, macht mich neugierig und fordert mich sowohl bildhauerisch als auch persönlich. Andererseits gibt mir das Schnitzen eine innerliche Ruhe und lässt mich versinken.

Diese Balance zwischen Antrieb und Ruhe - Neugier und Gelassenheit, die ich beim Schnitzen erlebe, ist es, weswegen ich den Schritt in die Selbständigkeit wage und mich auf spannende Projekte freue. Ich hoffe ich kann so meine Freude am Schnitzen in Form schöner Objekte meinen Kunden/innen weitergeben und freue mich auf neue Begegnungen.


Biografie:

  • 2004 - 2008 Kantonsschule Trogen AR
  • 2009 - 2013 : Bachelorstudium Universität St. Gallen; Auslandsemster an der Tsinghua Universität in Peking (B.A. HSG Internationale Beziehungen)
  • 2014 - 2015: Praktikum bei Generis AG im Bereich Regionalentwicklung und Standortförderung, an der Niederlassung Beijing, China
  • 2015 - 2017: Berufsbegleitendes (Generis AG Schaffhausen im Bereich Regionalentwicklung) Masterstudium an  der Universität St. Gallen (M.A. HSG Internationale Beziehungen)
  • 2017 - 2018: Netzwerk Schweizer Pärke im Bereich Angebotserweiterung Parkübergreifender Projekte; Schreiner- und Zimmermannsgehilfe als Freelancer
  • 2018 - 2022: Ausbildung zum Holzbildhauer an der Schule für Holzbildhauerei Brienz;
  • Teilzeitangestellt beim ETH Spinn-Off Swiss Wood Solutions AG (www.swisswoodsolutions.ch) - holztechnologische Alternativen für petroleumbasierte Produkte und gefährdete Holzarten (insbesondere CITES geschützte Tropenhölzer)
  • seit September 2022 - Selbstständiger Holzbildhauer, Atelier im Stadtufer, Stadtbrücke 1, 9620 Lichtensteig (www.stadtufer.ch)


Geboren 1989 und aufgewachsen im Appenzellerland in Walzenhausen AR.
Bereits in meiner Kindheit arbeitete ich gerne mit meinen Händen: Insbesondere mit Malen und Hobbyschreinern konnte ich mich gut beschäftigen. Mangels Werkstatt hatte der Boden im Kinderzimmer so einige Bohrlöcher abgekriegt.

Anstatt einer Schreiner- oder anderer handwerklichen Lehre, machte ich die Matura und entschied mich danach internationale Beziehungen an der Universität St. Gallen zu studieren.

Meine Neugier an politikwissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen hat mich dazu bewogen. Mein Interesse galt schon früh dem asiatischen, insbesondere chinesischen Kulturraum. Studien-, Arbeits- und Reiseaufenthalte liessen mich immer wieder in die Vielfalt China's eintauchen.

Während und nach meinem Studium arbeitete ich bei einer Unternehmensberatung in der Regionalentwicklung in Schaffhausen und in Peking. Meine Lust mich händisch zu betätigen lies mich aber seit dem Gymnasium nicht los. Immer wieder zweifelte ich daran, ob eine grösstenteils kopflastige Beschäftigung mich in meinem Alltag erfüllt.

 2017 kündigte ich bei der Unternehmensberatung und schnupperte während einem Jahr in diversen Holzhandwerksberufe - vom Zimmermann bis zum Möbelschreiner. Im Herbst 2017 bin ich bei der Schule für Holzbildhauerei gestossen und absolvierte die Schnuppertage. Das alte Kunsthandwerk faszinierte mich schon als Junge.

2018 entschloss ich mich die Vollzeitausbildung zum Holzbildhauer in Brienz anzugehen. Die kreative Auseinandersetzung, das physische Arbeiten, die Unmittelbarkeit, die mir das Schnitzen bietet ist seither ein Bestandteil von mir. Ich habe noch nichts Vergleichbares gefunden wie das Schnitzen.